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Jagdschloss Hohe Sonne

 

Jagdschloss Hohe Sonne

Das heutige Jagdschloss Hohe Sonne wurde als Hotel geplant und beantragt, der Bau war offenbar ein Präzedenzfall, er bedurfte einer gesonderten Baugenehmigung, die sogar Gegenstand einer Landtagsdebatte des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach (um 1890) war. Mit der Grundsteinlegung am 22. Juli 1899 wurde auf der Hohen Sonne gebaut. Dabei verschwand auch der noch verbliebene Pavillon (Chausseewärterhäuschen), er wurde abgerissen. Im Zentrum des Plateaus entstand der Hotel- und Schlossneubau. Architekt war der Weimarer Baurat Reichenbecher, als örtlicher Bauleiter arbeitete der erfahrene Bauinspektor Dittmar aus Eisenach.

Jagdschloss Hohe Sonne

Jagdschloss Hohe Sonne

„Die Pläne zum Bau sind nach Maßgabe derjenigen eines im vorigen Jahrhundert daselbst befindlichen, später abgebrochenen Jagdschlosses ausgefertigt worden, welches an derselben Stelle gestanden hat.“
Das Hotel erhielt zunächst 20 Hotelzimmer. Der Transport der Gäste und aller Materialien erfolgte noch mit Pferdefuhrwerken. Geschäftstüchtige Landwirte boten sogar im Winter mehrstündige Pferdeschlittenfahrten vom Eisenacher Bahnhof über Pflugensberg, Weinstraße und Rennsteig an. Seit dieser Zeit wurde die Hohe Sonne intensiv als Ausflugsort und Hotel genutzt. Erste Sanierungen und größere Umbauten erfolgten in den Jahren 1923, 1928 und zuletzt 1933 bis 1934. Seit 1956 wurde das Hotel vom staatlichen Handelsbetrieb HO geführt. Die letzte große Bausanierung erfolgte in den Jahren 1971 bis 1973. Im Jahr 1985 wurde die Hohe Sonne geschlossen.

Als provisorische Versorgung für die Wanderer wurden vom Staatlichen Forstbetrieb Eisenach Blockhütten am Parkplatz errichtet und ein Imbiss eröffnet, dieses Provisorium besteht bereits 30 Jahre.

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdschloss_Hohe_Sonne

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