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Sanatorium Schmetterling

 

Sanatorium Schmetterling

Ab 1927 entstand das imposante Berg und Sporthotel „Berghof Raupennest“, welches 1929 eingeweiht und 1945 während des 2. Weltkrieges völlig zerstört wurde und niederbrannte. Vom 6. bis 7. Mai 1945 wurden der Berghof sowie der Ort durch die Alliierten bombardiert. Ärzte und Schwestern hatten das Lazarett, welches 1942 im Berggasthof eingerichtet worden war, zuvor verlassen. Eine Flack Einheit hatte man während des Krieges dort stationiert. Der Ort wurde zu 65 % zerstört. Der Aufbauwille war zu damaliger Zeit sehr groß, aber es fehlte an Geld und vor allem an Material. Schließlich nahm die damalige Versicherung 1950 den Wiederaufbau in die Hand. Der Baustil blieb erhalten. Am 11 . November 1951 wurde der ehemalige Berghof als Genesungsheim wieder eröffnet. In den Jahren 1952/53 erfolgten weitere Anbauten, in denen dann die gesamten Behandlungsmethoden mit modernsten Gesichtspunkten der komplexen Physiotherapie durchgeführt wurden.

Mit dem Umbau konnte das Sanatorium weiter geführt werden. Unter der Leitung des Obermedizinalrates Gerhard Seidler profilierte sich das Sanatorium zu einer der bekanntesten Rehabilitationseinrichtungen zur Nachsorge von akuten Verletzungen an den Gliedmaßen. Jährlich wurden rund 2000 Patienten von 80
Mitarbeitern betreut. 

Die Wende

Am 1.1.1989, im 40ten Jahr des Bestehens der DDR, wurde die bezirksgeleitete Einrichtung zum Zwecke der weiteren Erholung der medizinischen Wirksamkeit zum „Kliniksanatorium“ ernannt. Auf Grund fehlender Reha-Bewilligungen und Patienteneinweisungen musste die Belegschaft am 1.1.1990 in die Kurzarbeit gehen.
Neue Kriterien der Bundesversicherungsanstalt wurden geprüft. Trotz
des ausgezeichneten Rufes konnte der Gesamtzustand der Einrichtung
mit den Altbundesländern nicht mithalten.

Heute ist das imposante Sanatorium verlassen und verfällt zusehends. 

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