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Rothaarklinik

Rothaarklinik

Die Rothaarklinik wurde im Jahr 1975 eröffnet, um die nach Bad Berleburg kommenden Kurgäste in malerischer Umgebung unterzubringen. Sie verfügte über 145 Zimmer, ein großzügiges Foyer, Therapieräume und ein Schwimmbad. In den goldenen Zeiten der Kurtradition etablierte sich auch der Ruf der Wittgensteiner Kurkliniken und lockte viele tausend Menschen an, um zu kneippen und sich zu erholen. Mit den Veränderungen im Gesundheitswesen in den 80er-Jahren entwickelte sich die medizinische Badekur immer mehr in die Richtung einer modernen medizinischen Rehabilitation; auch die Patientenklientel in Bad Berleburg veränderte sich zusehends – immer mehr schwer betroffene Patienten kamen in die Odebornstadt und auch die Anzahl von Menschen mit psychischen Erkrankungen nahm stetig zu. Sie fanden ihren Platz in der friedlichen Idylle des Truftetals. Spezialisiert hatte sich die Klinik auf psychische Erkrankungen.

Als im Jahr 2012 mehr Platz für die steigende Patientenzahl der Klinik für Psychosomatik, Psychotherapie und psychiatrische Rehabilitation benötigt wurde, zogen die 100 Mitarbeiter und 130 Patienten an den Arnikaweg um. Das Gebäude am Spielacker blieb bis zur Vermietung an die Bezirksregierung im Jahr 2014 leer. 

Die Gebäude der Klinik wurden zunächst als Einrichtung einer Notunterkunft genutzt. Ursprünglich war die Flüchtlingseinrichtung als Notunterkunft eingerichtet worden. Im Mai 2015 wurde sie umgewandelt in eine „Erstaufnahme neuen Typs“ (eine Kombination aus Erstaufnahmeeinrichtung und zentraler Unterbringungseinrichtung). Ende 2016 änderte sich der Status der Flüchtlingsunterkunft erneut. Bis Mitte 2018 wurde sie als reine Erstaufnahmeeinrichtung weitergeführt. Im Juli 2018 schließlich fand die Umwandlung zur Zentralen Unterbringungseinrichtung statt, bis die Einrichtung im August 2019 geschlossen wurde.

Im Oktober 2020 wechselte die ehemalige Klinik am Spielacker schließlich den Besitzer – und wieder sollen dort Menschen wohnen und leben, wie bereits viele Male zuvor.

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